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Finanzen

Kurz & knapp erklärt: Das Klumpenrisiko

27. Mai 2021

Finanzen

Kurz & knapp erklärt!

27. Mai 2021

Wer sich mit seinem Vermögensaufbau beschäftigt, wird über kurz oder lang über den Begriff „Klumpenrisiko“ stolpern. Er ist leicht erklärt mit der Redensart „Setze nie alles auf eine Karte“. Denn damit geht man ein hohes Risiko ein. Als Anleger könnte man sehr viel verlieren. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie wissen, wann ein Klumpenrisiko droht. Hierfür haben wir ein Beispiel vorbereitet:

Beispiel für ein Klumpenrisiko: Aktienkäufe

Angenommen, jemand steigt mit einer mittleren vierstelligen Summe an der Börse ein. Um eine möglichst hohe Renditechance bei einem eher geringen Risiko zu haben, sucht er sich vier Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex aus, die um die 200 Euro pro Aktie kosten. Dann kann er pro Unternehmen ungefähr vier bis sechs Aktien im Wert von je etwa 1.000 Euro kaufen. Kommt es bei einem der Unternehmen aber zu Unregelmäßigkeiten, ist schlimmstenfalls ein Viertel des Vermögens verloren.

Hat der Anleger das Geld nur auf zwei Aktien verteilt oder sogar alles auf ein Wertpapier gesetzt, kann schnell die Hälfte oder auch das gesamte Vermögen weg sein. Darum sollte man das Geld an der Börse möglichst weit streuen, also beispielsweise über verschiedene Branchen und Länder. So erreicht man die notwendige Diversifikation: Fällt ein Unternehmen aus, geht nur ein kleiner Teil des Vermögens verloren.

Tipp: Wer diese Streuung ganz einfach erreichen will, kauft nicht einzelne Aktien, sondern Fondsanteile oder einem ETF. Allerdings unterliegen natürlich auch Aktienfonds und ETFs Wertschwankungen; Verluste des eingesetzten Kapitals sind auch hier nicht ausgeschlossen. Es ist deshalb empfehlenswert, sich vor der Geldanlage von Ihrer Stadtsparkasse beraten zu lassen.

Wie man das Klumpenrisiko umgeht

Je breiter also die Streuung des Vermögens, desto weniger hoch ist die Gefahr eines Klumpenrisikos. Um das zu erreichen, strukturiert man sein Portfolio entsprechend. Dabei hilft Ihnen gerne Ihre Beraterin oder Ihr Berater der Stadtsparkasse weiter. Wichtig ist bei der Strukturierung, dass Sie in einen ausgewogenen Anlagemix investieren, der zu Ihrem Risikoprofil passt. Neben Wertpapieren können Gold, Immobilien oder andere Anlageklassen dabei eine wichtige Rolle spielen. Der Fokus sollte aber immer darauf liegen, im Fall eines Wertverlusts bei einem Ihrer Investments die anderen stabil zu halten.

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