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Finanzen

Kurz & knapp erklärt: Der Cost-Average-Effekt

28. April 2021

Finanzen

Kurz & knapp erklärt!

28. April 2021

Hinter dem Begriff des Cost-Average-Effekts (oder auch Durchschnittskosteneffekt genannt) verbirgt sich ein Effekt, der dazu führt, durch regelmäßiges Sparen von Kursschwankungen profitieren zu können: Da der Wert eines Wertpapiers mal höher und mal niedriger ist, kauft man bei regelmäßigen Einzahlungen eben mal mehr und mal weniger Anteile. Über einen langen Einzahlungszeitraum erzielt man so einen Durchschnittspreis, der zwar höher als der niedrigste Preis ist, aber niedriger als der Höchstpreis. Und das kann sich langfristig auszahlen.

Ein fiktives Rechenbeispiel hierzu:

Angenommen Sie sparen in Ihren Fondssparplan fünf Jahre lang jeden Monat 100 € und der Fonds unterliegt Schwankungen. Im ersten Jahr steht der Kurs für einen Fondsanteil konstant bei 100 € und somit bekommt man durch das monatliche Sparen in Summe für die ersten 12 Monate auch 12 Anteile.

Im zweiten Jahr steigt der Kurs auf 200 € und deshalb kann man pro Monat nur noch einen halben Fondsanteil kaufen und hat am Ende des Jahrs durch den Preisanstieg in Summe sechs Anteile.

Im Jahr drei fällt der Kurs wieder auf das Ursprungsniveau und somit kann man wieder 12 Anteile in diesem Jahr sparen.

Im vierten Jahr aber fällt der Kurs erneut und diesmal unter sein Ausgangsniveau auf 50 € pro Anteil. Für den regelmäßigen Sparbeitrag von 100 € pro Monat erhält man am Ende des Jahres 24 Anteile.

Danach steht im fünften und letzten Jahr der Kurs erneut bei 100 € und man erhält wieder 12 Anteile.

Insgesamt haben Sie dann 60 Monate gespart, also 6.000 € in Ihren Fonds eingezahlt. Aus dem Grund, dass der Kurs zwischenzeitlich deutlich gefallen ist, haben Sie im Verlauf der Jahre 66 Fondsanteile erworben und diese sind zum Ende der fünf Jahre 6.600 € wert. Somit konnten Sie einen Gewinn von 600 € aus dem Cost-Average-Effekt erzielen und dadurch Geld durch die schwankenden Kurse „verdienen“.

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