München

Frauen in der Street-Art-Szene

19. Oktober 2021

In der Nacht vom 23. auf den 24. März 1985 ging der erste Wholetrain in Deutschland in die Geschichte ein, nachdem der damalige Künstler Mathias Köhler, heute bekannt unter dem Künstlernamen Loomit, mit Freunden den gesamten Zug besprühte. Inzwischen gehört Loomit zu den angesagtesten Künstlern in der Graffitiszene in Deutschland und seine Werke sind in unzähligen Ländern weltweit stilbildend. In München hat er längst in dem Tunnel unter dem Friedensengel seine eigene Vorzeige-Street-Gallery mit verschiedensten Künstlern erschaffen und sich unter der Donnersbergerbrücke künstlerisch mit ausgetobt. Doch wie steht die Graffitiszene eigentlich zu weiblichen Sprayerinnen? Wir haben Miriam Ganser, eine Street-Art-Künstlerin aus München, zu dem Thema befragt, die der Meinung ist, es gäbe immer noch zu wenig Berührungspunkte zwischen Frau und der Dose. Es sei wichtig, Frauen sichtbarer zu machen und durch weibliche Vorbilder dazu zu ermutigen, diesen Weg in der Street-Art-Szene zu gehen. Miriam Ganser selbst bietet Workshops für Frauen an, ganz nach dem Motto „Frauen müssen doppelt so gut, doppelt so groß und doppelt so bunt malen“. Sie wünscht sich außerdem mehr Flächen in der Stadt, die unkompliziert freigegeben werden, um die Kreativität aller kreativen Köpfe aus München und außerhalb wachsen zu lassen.

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Munich Art District

Ein neues Stadtviertel, in dem Kunst und Kreativität im öffentlichen Raum für jeden erlebbar ist, ist das Munich Art District im Münchner Osten rund um die Neumarkter Straße. Künstler von überall können sich hier kreativ ausüben und zuschauen kann dabei jeder. So leuchten der Leuchtenbergtunnel jetzt kunterbunt und der erste LIDL-Markt mit fotorealistischen Gemälden an der Fassade. Und noch viele weitere Kunstwerke gibt es bei einem Spaziergang durch das Viertel zu entdecken.

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