München

Winterabende mit Glühwein, Weihnachtsmännern und einem Pegasus

15. Dezember 2022

Die kalte Jahreszeit ist angebrochen. Jetzt gilt es, diese etwas zu versüßen. Das gelingt ganz annehmlich, wenn man die Münchner Weihnachtsmärkte besucht. Da locken würziger Glühwein, Feuerzangenbowle und hausgemachte Plätzchen, Lebkuchenherzen und Christstollen. Wer es eher herzhaft mag, der findet auch Buden mit Bratwürsten oder Fischsemmeln.

Doppelte Frauenkirche? Das liegt nicht am Glühwein

Besonders schön ist ein Besuch der Märkte zur Dämmerung. Dann mischen sich die bunten Lichter der Stände mit dem Blau des Himmels. Ganz besonders hebt sich da die Weihnachtspyramide am Rindermarkt vom Himmel ab. Da drehen sich allerlei Figuren in dem Turm, während an dessen Fuß Heißgetränke angeboten werden. So stellt sich gleich ein Wohlgefühl ein, während man den Blick nach oben schweifen lässt. Weiter geht’s zum Marienplatz. Hier befindet sich der größte Christkindlmarkt der Stadt. Einen tollen Blick darauf hat man vom Cafe Glockenspiel, gegenüber vom Neuen Rathaus.

Auf dem Markt findet sich alles, was die Herzen der Besucherinnen und Besucher so begehren. Da tummeln sich die Weihnachtsmänner, leuchtende Sterne und allerlei Leckereien. Der Traditionsmarkt hat seine Wurzeln bereits im 14. Jahrhundert, er gilt als das Original unter den Münchner Weihnachtsmärkten. Hier gibt es lebendiges Brauchtum und alte Handwerkskünste ebenso wie Deutschlands wohl größten Kripperlmarkt. Bis weit in die Neuhauser Straße zieht sich der Weihnachtsmarkt hinein. Dort steht man dann sogar irgendwann vor einer doppelten Frauenkirche. Nein, das ist kein Resultat des Konsums von zu viel Glühwein.

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Nicht zu übersehen natürlich der eindrucksvolle Christbaum vor der romantischen Kulisse des neugotischen Rathauses. Die 25 Meter hohe sibirische Weißtanne stammt in diesem Jahr aus Hohenpeißenberg. Sie wurde mit 3.000 Kerzen aus stromsparender LED-Beleuchtung ausgestattet.

Wer es etwas weniger turbulent und eher gemütlicher haben möchte, der ist bei den zahlreichen Weihnachtsmärkten in den einzelnen Stadtteilen gut aufgehoben. So hat etwa am Rotkreuzplatz in Neuhausen der Nachwuchs beim Karussell-Fahren eine Menge Spaß. Dazu gibt es natürlich auch kulinarische Highlights. Frieren muss hier auch keiner. Käuflich zu erwerben gibt es warme Handschuhe, Mützen oder Strümpfe an den unterschiedlichsten Ständen.

Möchte man sich ein wenig verzaubern lassen zur Weihnachtszeit, dann sollte man beim Märchenbazar im Olympiapark Süd (Sommer-Tollwood-Gelände) vorbeischauen. Dort entdeckt man eine nostalgische Welt aus vergangenen Zeiten. Besonders attraktiv ist hier der Blick von einem der umgebenden Hügel auf das Gelände. Die Zelte heben sich ab vor einer bunt beleuchteten Baumkulisse. Und wenn man ein wenig Glück hat, sieht man von dort sogar den Mond aufgehen.

Lichtkunst beim Tollwood-Winterfestival

Wer auf Lichtkunst mit weihnachtlichem Markt steht, der sollte auf der Theresienwiese beim Tollwood-Winterfestival vorbeischauen. Hier kann man zum Beispiel einen zwölf Meter hohen Weihnachtsbaum aus Discokugeln und einen Pegasus aus hunderten kleinen Spiegeln bewundern. Gleich am Eingang empfängt alle Besucherinnen und Besucher eine hell erleuchtete Wort-Skulptur des britischen Künstlers Adam Stubley. Aufwärmen kann man sich hier nicht nur mit den traditionellen weihnachtlichen Heißgetränken, sondern auch mit abwechslungsreicher internationaler Kost.

Thorsten Naeser
Thorsten Naeser ist Journalist, Fotograf und PR-Referent an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

In der Winterzeit sind nicht nur die Münchner Weihnachtsmärkte einen Ausflug wert. Vor allem, wenn Sie es ruhiger mögen, empfehlen wir Ihnen einen Winterspaziergang durch den Waldfriedhof.

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