Unternehmer

Freie Mitarbeiter

8. Juli 2020

Ein Mitarbeiter fällt krankheitsbedingt aus, ein großes Projekt muss gestemmt werden – aber es ist klar, dass keine neue Stelle geschaffen wird. Dann kann ein freier Mitarbeiter die Lösung sein. Damit die Zusammenarbeit mit dem Externen möglichst reibungslos läuft, sollten Sie aber einige Dinge beachten.
Freie Mitarbeiter sind in vielen Branchen eine wichtige Stütze: In der IT oder im Marketing, bei Grafiken oder auch als Interimsmanager springen Externe kurzfristig, manchmal aber auch für lange Zeit ein. Der Vorteil für das Unternehmen: Es muss keine Arbeitsstelle schaffen, keine Sozialbeiträge abführen und ist nicht an Kündigungsfristen gebunden. Firmen, die mit Freien arbeiten, sollten jedoch auch einige Dinge im Blick behalten.

Achtung, Scheinselbstständigkeit!

Auch wenn der Freelancer noch so gut ist: Man sollte ihn auf keinen Fall voll beschäftigen. Ihm einen Arbeitsplatz vor Ort anzubieten, mag zwar gut gemeint sein, ist aber nicht zwingend eine gute Idee. Denn in solchen Fällen könnten Betriebsprüfer auf die Idee kommen, dass eine Scheinselbstständigkeit vorliegt. Das wird dann teuer für das Unternehmen, weil es die Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen muss. Darum sollten Sie darauf achten, den Externen nicht zu fest an sich zu binden. Hilfreich kann es außerdem sein, ihn unterschreiben zu lassen, dass er noch ausreichend andere Kunden hat. Lassen Sie sich dazu von einem Juristen beraten.

Zusammenarbeit genau besprechen

Wenn Sie bei einem freien Mitarbeiter anfragen, sollten Sie so konkret wie möglich in der Auftragsbeschreibung sein. Ein guter Freelancer wird an den entsprechenden Stellen viele Fragen stellen, und möglicherweise nervt Sie das. Er kann allerdings nur dann ein realistisches Angebot erstellen, wenn er möglichst genau weiß, was auf ihn zukommt. Vergessen Sie in der Auftrags- oder Projektbeschreibung einen Punkt, hat der Externe Mehraufwand und muss das Honorar nachverhandeln. Dann wird es für Sie teurer als gedacht.

Zeitnah die Rechnung begleichen

Üblicherweise wird ein freier Mitarbeiter Ihnen eine Rechnung schicken. Ein fairer Kunde begleicht diese Rechnung so schnell wie möglich – zumindest, wenn er mit der Arbeit zufrieden ist. Hat der Freelancer Ihre Anforderungen erfüllt, sollten Sie ihn nicht hinter seinem Honorar herlaufen lassen. Er muss auch Rechnungen begleichen. Und wundern Sie sich nicht über hohe Stundenlöhne: Ein Freiberufler muss sich selbst versichern, selbst fürs Alter vorsorgen und benötigt eine komplette technische Infrastruktur, um Ihre Anfrage bearbeiten zu können.

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