München

Schöne Weihnachtsbilder machen

14. Dezember 2020

Das diesjährige Weihnachten ist eindeutig anders als die vorherigen Festtage. Trotzdem wollen wir nicht darauf verzichten und diese Tage als harmonische Zeit mit unseren Lieben in Erinnerung behalten. Viele greifen deshalb auf die Kamera zurück, um die besten Momente auch noch Jahre später vor sich zu haben. Doch wenn man sich nicht über verwackelte, unscharfe und körnige Fotos ärgern möchte, dann sind folgende Ratschläge hilfreich.

1. Die idealen Voreinstellungen

Die richtigen Lichtverhältnisse und Kameraeinstellungen sind Grundvoraussetzung für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Tatsächlich ist es beim Fotografieren von Personen am besten, das natürliche Tageslicht als Lichtquelle zu nutzen. Viele wollen jedoch die abendliche, weihnachtliche Stimmung einfangen und bevorzugen daher eine dezentere und wärmere Beleuchtung. Hierzu gibt es bei den meisten Kameras die Modi „Nacht“ oder „Kerzenlicht“. Was Sie in jedem Fall vermeiden sollten, ist den Blitz Ihres Geräts einzuschalten, da dieser zum einen das Ambiente verfälscht und zum anderen mit sonstigen Lichtquellen, wie Lichterketten und Kerzen, kollidieren könnte.
Stattdessen ist es empfehlenswert, die ISO-Werte zu erhöhen, die Kamerablende weit zu öffnen sowie eine lange Belichtungszeit einzustellen.

Außerdem wichtig ist das Fokussieren. Hierzu halten Sie den Auslöseknopf der Kamera zunächst nur halb gedrückt, bei Aufnahmen mit dem Smartphone reicht es, das Hauptmotiv auf dem Display anzutippen.

2. Natürlichkeit zählt

Weniger ist mehr. Es muss nicht jedes Detail „perfekt“ sein. Versuchen Sie also, gestellte Situationen auf Weihnachtsbildern zu vermeiden. An Weihnachten steht das fröhliche Beisammensein im Vordergrund und genau dieses ungezwungene Glück möchten Sie mit der Kamera festhalten. Versuchen Sie daher, Fotos zu vermeiden, bei welchen sich alle Familienmitglieder starr in einer Reihe vor dem Weihnachtsbaum positionieren. Es wirkt deutlich familiärer und ehrlicher, wenn Sie die Fotos ohne Vorwarnung schießen, während beispielsweise die Kinder glücklich ihre Geschenke aufreißen. Natürlich ist es schwierig, bei einem spontanen Schnappschuss alle Personen einzufangen, deswegen werden Sie um ein geplantes Weihnachtsbild kaum herumkommen. Versuchen Sie also vor dem Betätigen des Auslösers, eine ungezwungene Atmosphäre zu schaffen, indem Sie etwas Lustiges erzählen oder zunächst einige Spaßbilder machen, sodass die Fotografierten ihre Anspannung verlieren.

3. Neue Blickwinkel und Perspektiven

Gerade, wenn es um die Natürlichkeit auf Weihnachtsbildern geht, dürfen die unterschiedlichen Ebenen und Perspektiven nicht außer Acht gelassen werden. Bei Aufnahmen von Gruppen bedeutet dies also, dass sich die Einzelnen auf verschiedenen Höhen befinden und man auch Rücksicht auf die Körpergröße des Fotografierten nimmt. So sollten Sie zum Beispiel nicht ein Kind aus der Vogelperspektive ablichten, sondern sich auf dessen Augenhöhe hinab begeben. Auch beim Fotografieren von Objekten ist ein Perspektivenwechsel sehr zu empfehlen, da man so häufig zunächst unscheinbare Details entdecken kann, die den Aufnahmen den letzten Feinschliff verpassen.

4. Die optimale Gestaltung

Nun sind Sie bestens über die passenden Rahmenbedingungen informiert. Doch mit welchen Tricks kann man die Weihnachtsbilder noch festlicher wirken lassen? Besonders Dekorationen wie Lichterketten, Kerzenlicht und Christbaumkugeln sind typisch für Weihnachten.

Auch Elemente wie Lebkuchen, Plätzchen oder Mistelzweige schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Foto. Dies wird zusätzlich verstärkt, indem Sie darauf achten, möglichst weihnachtliche Farben in den Vordergrund zu stellen. Beispiele hierfür sind ein dunkles Rot, Grün oder auch Gold.

5. Den Erfindergeist wecken

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Denn das, was Sie brauchen, finden Sie bereits bei Ihnen zu Hause. Durch das gezielte Einsetzen von Mehl oder Puderzucker erwecken Sie auf Ihren Weihnachtsbildern den Anschein, als hätte es geschneit. Zusätzlich können Sie noch durch das Anhauchen der Kameralinse den Effekt von Kälte bewirken, was mit dem selbst gemachten Kunstschnee harmoniert. Durch das Fotografieren durch eine CD erzeugen Sie eine Vignettierung und auch mit einem oder mehreren Spiegeln können Sie experimentieren. Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihre Hausmittel in das Fotoshooting einbringen können. Ihrer Kreativität sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Es heißt ja: „Probieren geht über Studieren!“

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß sowie Erfolg beim Fotografieren!