München
14.11.2019
Ein Herz für arme Senioren

LichtBlick Seniorenhilfe e.V. unterstützt alte Menschen, die nicht genug Geld zum Leben haben. Kompliment an Lydia Staltner und ihr großartiges Frauen-Team.




Als Lydia Staltner vor über 15 Jahren ein Ladenbüro bezog, ahnte sie nicht, was sich daraus entwickeln würde. Sie wollte doch nur alten Menschen helfen. Schnell und unbürokratisch. Inzwischen hat der von ihr gegründete LichtBlick Seniorenhilfe e.V. drei Standorte in Deutschland.
Ein Herz für arme Senioren

LichtBlick Seniorenhilfe e.V. unterstützt alte Menschen, die nicht genug Geld zum Leben haben. Kompliment an Lydia Staltner und ihr großartiges Frauen-Team.



Als Lydia Staltner vor über 15 Jahren ein Ladenbüro bezog, ahnte sie nicht, was sich daraus entwickeln würde. Sie wollte doch nur alten Menschen helfen. Schnell und unbürokratisch. Inzwischen hat der von ihr gegründete LichtBlick Seniorenhilfe e.V. drei Standorte in Deutschland.


Was war der Auslöser für „LichtBlick Seniorenhilfe“?
Lydia Staltner: Mir fiel eine alte Frau auf, die sommers wie winters im selben zerschlissenen Wintermantel und mit Rollator vor meinem Haus vorbeilief. Das hat mich zutiefst berührt. Ich fragte mich, ob es noch mehr alten Menschen so geht und wollte etwas tun.

Wie fängt man an, eine anfangs unkonkrete Idee in die Tat umzusetzen?
Staltner: Mir war natürlich klar: Ich benötige Geld, Unterstützer und Partner. Zu diesem Zweck gründete ich den Verein. Auf der anderen Seite musste ich die bedürftigen Senioren finden und mich publik machen. Ich suchte mir ein Büro, damit es eine Anlaufstelle für Hilfesuchende gab und rief bei Landratsämtern, Sozialbürgerhäusern und Alten- und Servicezentren an. Ich bat sie: Schickt mir Rentner!

Wie war die Resonanz auf Ihre Aktivitäten?
Staltner: Zu Beginn stieß ich häufig auf Ablehnung. Altersarmut interessierte keinen und Spender waren schwer zu finden. Ich blieb hartnäckig und so bekam ich ein paar Tausend Euro Startkapital von der Meggle AG. Auch einige andere Unternehmen ließen sich überzeugen, Geld locker zu machen. Darunter auch die Stadtsparkasse.

Hatten Sie es schwerer, weil sie ein weiblicher Gründer waren?
Staltner: Das kann ich nicht beurteilen. Ich denke, das Thema an sich stieß auf Unverständnis. Was jedoch auffallend ist: 80 Prozent unserer Bedürftigen sind Frauen.



„Altersarmut interessierte keinen und Spender waren schwer zu finden.“


Doch Sie hielten fest an Ihrem Herzensplan. Was passierte?
Staltner: Anfangs kamen vielleicht drei bis vier scheue Rentner pro Tag zu mir ins Büro. Dann wurden es immer mehr. Ich holte mir personelle Unterstützung und arbeitete an der Struktur des Vereins und der Vorgehensweise. Das Büro in Haidhausen platzte aus allen Nähten. Wir zogen 2018 in der Au in ein barrierefreies Büro, wo außerdem genügend Platz ist, damit die Bedürftigen diskret ihre Sorgen und Nöte loswerden können. Auch in Deggendorf und in Münster gibt es inzwischen LichtBlick-Büros.



Wie vielen Rentnern helfen Sie heute und womit?
Staltner: Mehr als 15.000 Rentner unterstützen wir dauerhaft finanziell. Wir vergeben Einkaufsgutscheine für die wichtigsten Dinge des Alltags: Lebensmittel, Drogerieartikel, Kleidung, Matratzen, Möbel. Wir organisieren einen kostenlosen Mittagstisch und diverse Veranstaltungen. Und wir schenken den Damen und Herren Zeit, Aufmerksamkeit und Respekt.

Welche Aufgaben haben Sie als geschäftsführende Vorständin?
Staltner: Ich bin federführend, wenn es um Spendengewinnung und langfristige Ziele geht, repräsentiere den Verein nach außen und wie alle in unserem Team stecke ich all mein Herzblut in LichtBlick Seniorenhilfe.

Was würden Sie sich wünschen für die Menschen in unserem Land?
Staltner: Ich wünsche mir, dass jegliche Art von Lebensleistung gewürdigt wird, auch wenn diese „nur“ darin besteht, Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Ich wünsche mir gleiche Bezahlung für Männer und Frauen. Und eine Politik, die mal nachrechnet: 900 Euro Mindestrente für 35 Jahre Arbeit? Entwürdigend! Lächerlich! Vor allem in München.
Es gibt viele Möglichkeiten, bedürftigen Rentnern zu helfen.
Einmalig: seniorenhilfe-lichtblick.de/sofortspende
Mit einer monatlichen Patenschaft: seniorenhilfe-lichtblick.de/patenschaftsspende/
Oder mit einem Warengutschein: seniorenhilfe-lichtblick.de/einkaufsgutscheine/


Was war der Auslöser für „LichtBlick Seniorenhilfe“?
Lydia Staltner: Mir fiel eine alte Frau auf, die sommers wie winters im selben zerschlissenen Wintermantel und mit Rollator vor meinem Haus vorbeilief. Das hat mich zutiefst berührt. Ich fragte mich, ob es noch mehr alten Menschen so geht und wollte etwas tun.

Wie fängt man an, eine anfangs unkonkrete Idee in die Tat umzusetzen?
Staltner: Mir war natürlich klar: Ich benötige Geld, Unterstützer und Partner. Zu diesem Zweck gründete ich den Verein. Auf der anderen Seite musste ich die bedürftigen Senioren finden und mich publik machen. Ich suchte mir ein Büro, damit es eine Anlaufstelle für Hilfesuchende gab und rief bei Landratsämtern, Sozialbürgerhäusern und Alten- und Servicezentren an. Ich bat sie: Schickt mir Rentner!

Wie war die Resonanz auf Ihre Aktivitäten?
Staltner: Zu Beginn stieß ich häufig auf Ablehnung. Altersarmut interessierte keinen und Spender waren schwer zu finden. Ich blieb hartnäckig und so bekam ich ein paar Tausend Euro Startkapital von der Meggle AG. Auch einige andere Unternehmen ließen sich überzeugen, Geld locker zu machen. Darunter auch die Stadtsparkasse.

Hatten Sie es schwerer, weil sie ein weiblicher Gründer waren?
Staltner: Das kann ich nicht beurteilen. Ich denke, das Thema an sich stieß auf Unverständnis. Was jedoch auffallend ist: 80 Prozent unserer Bedürftigen sind Frauen.



„Altersarmut interessierte keinen und Spender waren schwer zu finden.“


Doch Sie hielten fest an Ihrem Herzensplan. Was passierte?
Staltner: Anfangs kamen vielleicht drei bis vier scheue Rentner pro Tag zu mir ins Büro. Dann wurden es immer mehr. Ich holte mir personelle Unterstützung und arbeitete an der Struktur des Vereins und der Vorgehensweise. Das Büro in Haidhausen platzte aus allen Nähten. Wir zogen 2018 in der Au in ein barrierefreies Büro, wo außerdem genügend Platz ist, damit die Bedürftigen diskret ihre Sorgen und Nöte loswerden können. Auch in Deggendorf und in Münster gibt es inzwischen LichtBlick-Büros.



Wie vielen Rentnern helfen Sie heute und womit?
Staltner: Mehr als 15.000 Rentner unterstützen wir dauerhaft finanziell. Wir vergeben Einkaufsgutscheine für die wichtigsten Dinge des Alltags: Lebensmittel, Drogerieartikel, Kleidung, Matratzen, Möbel. Wir organisieren einen kostenlosen Mittagstisch und diverse Veranstaltungen. Und wir schenken den Damen und Herren Zeit, Aufmerksamkeit und Respekt.

Welche Aufgaben haben Sie als geschäftsführende Vorständin?
Staltner: Ich bin federführend, wenn es um Spendengewinnung und langfristige Ziele geht, repräsentiere den Verein nach außen und wie alle in unserem Team stecke ich all mein Herzblut in LichtBlick Seniorenhilfe.

Was würden Sie sich wünschen für die Menschen in unserem Land?
Staltner: Ich wünsche mir, dass jegliche Art von Lebensleistung gewürdigt wird, auch wenn diese „nur“ darin besteht, Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Ich wünsche mir gleiche Bezahlung für Männer und Frauen. Und eine Politik, die mal nachrechnet: 900 Euro Mindestrente für 35 Jahre Arbeit? Entwürdigend! Lächerlich! Vor allem in München.
Es gibt viele Möglichkeiten, bedürftigen Rentnern zu helfen.
Einmalig: seniorenhilfe-lichtblick.de/sofortspende
Mit einer monatlichen Patenschaft: seniorenhilfe-lichtblick.de/patenschaftsspende/
Oder mit einem Warengutschein: seniorenhilfe-lichtblick.de/einkaufsgutscheine/


Was war der Auslöser für „LichtBlick Seniorenhilfe“?
Lydia Staltner: Mir fiel eine alte Frau auf, die sommers wie winters im selben zerschlissenen Wintermantel und mit Rollator vor meinem Haus vorbeilief. Das hat mich zutiefst berührt. Ich fragte mich, ob es noch mehr alten Menschen so geht und wollte etwas tun.

Wie fängt man an, eine anfangs unkonkrete Idee in die Tat umzusetzen?
Staltner: Mir war natürlich klar: Ich benötige Geld, Unterstützer und Partner. Zu diesem Zweck gründete ich den Verein. Auf der anderen Seite musste ich die bedürftigen Senioren finden und mich publik machen. Ich suchte mir ein Büro, damit es eine Anlaufstelle für Hilfesuchende gab und rief bei Landratsämtern, Sozialbürgerhäusern und Alten- und Servicezentren an. Ich bat sie: Schickt mir Rentner!

Wie war die Resonanz auf Ihre Aktivitäten?
Staltner: Zu Beginn stieß ich häufig auf Ablehnung. Altersarmut interessierte keinen und Spender waren schwer zu finden. Ich blieb hartnäckig und so bekam ich ein paar Tausend Euro Startkapital von der Meggle AG. Auch einige andere Unternehmen ließen sich überzeugen, Geld locker zu machen. Darunter auch die Stadtsparkasse.

Hatten Sie es schwerer, weil sie ein weiblicher Gründer waren?
Staltner: Das kann ich nicht beurteilen. Ich denke, das Thema an sich stieß auf Unverständnis. Was jedoch auffallend ist: 80 Prozent unserer Bedürftigen sind Frauen.



„Altersarmut interessierte keinen und Spender waren schwer zu finden.“


Doch Sie hielten fest an Ihrem Herzensplan. Was passierte?
Staltner: Anfangs kamen vielleicht drei bis vier scheue Rentner pro Tag zu mir ins Büro. Dann wurden es immer mehr. Ich holte mir personelle Unterstützung und arbeitete an der Struktur des Vereins und der Vorgehensweise. Das Büro in Haidhausen platzte aus allen Nähten. Wir zogen 2018 in der Au in ein barrierefreies Büro, wo außerdem genügend Platz ist, damit die Bedürftigen diskret ihre Sorgen und Nöte loswerden können. Auch in Deggendorf und in Münster gibt es inzwischen LichtBlick-Büros.



Wie vielen Rentnern helfen Sie heute und womit?
Staltner: Mehr als 15.000 Rentner unterstützen wir dauerhaft finanziell. Wir vergeben Einkaufsgutscheine für die wichtigsten Dinge des Alltags: Lebensmittel, Drogerieartikel, Kleidung, Matratzen, Möbel. Wir organisieren einen kostenlosen Mittagstisch und diverse Veranstaltungen. Und wir schenken den Damen und Herren Zeit, Aufmerksamkeit und Respekt.

Welche Aufgaben haben Sie als geschäftsführende Vorständin?
Staltner: Ich bin federführend, wenn es um Spendengewinnung und langfristige Ziele geht, repräsentiere den Verein nach außen und wie alle in unserem Team stecke ich all mein Herzblut in LichtBlick Seniorenhilfe.

Was würden Sie sich wünschen für die Menschen in unserem Land?
Staltner: Ich wünsche mir, dass jegliche Art von Lebensleistung gewürdigt wird, auch wenn diese „nur“ darin besteht, Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Ich wünsche mir gleiche Bezahlung für Männer und Frauen. Und eine Politik, die mal nachrechnet: 900 Euro Mindestrente für 35 Jahre Arbeit? Entwürdigend! Lächerlich! Vor allem in München.
Es gibt viele Möglichkeiten, bedürftigen Rentnern zu helfen.
Einmalig: seniorenhilfe-lichtblick.de/sofortspende
Mit einer monatlichen Patenschaft: seniorenhilfe-lichtblick.de/patenschaftsspende/
Oder mit einem Warengutschein: seniorenhilfe-lichtblick.de/einkaufsgutscheine/

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