München

Das neue EU-Energielabel ist da!

11. März 2021

Wer bis vor Kurzem ein energieeffizientes Elektrogerät erwerben wollte, verließ sich auf die Labels von A bis D. Das dunkelgrüne A+++ gab es für die besten, das rote D für die schlechtesten Modelle. Nun haben sich die Messmethoden geändert und die alten Siegel haben ausgedient. Ihre Nachkommen sind um einiges genauer, strenger und reichen von A bis G. Darüber hinaus enthalten sie nützliche Informationen wie die Dauer des eco-Programms bei Waschmaschinen und Geschirrspülern. Gut möglich, dass ein Kühlschrank jetzt in die Klasse E rutscht, obwohl er vorher mit A+++ ausgezeichnet worden war.

Das neue EU-Energielabel erkennen Sie am QR-Code und an der erweiterten Skalierung von A bis G der Effizienzklassen. Die irritierenden Plus-Bezeichnungen wird es nicht mehr geben. Die Farbcodierung ist geblieben. Zahlreiche namhafte Organisationen, Unternehmen und Ministerien haben sich zu den Veränderungen bereits öffentlich geäußert. Die Verbraucherzentrale etwa bezeichnet das neue Label als „echten Fortschritt“ und findet es begrüßenswert, dass sich die ausgewiesenen Verbräuche näher am alltäglichen Nutzerverhalten orientieren. Und glaubt man Ulrich Nußbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, leistet das neue Siegel einen wichtigen Beitrag, um den Energie- und Ressourcenverbrauch in Europa spürbar zu senken. Wie Sie als Verbraucher davon profitieren, ist ein weiteres großes Plus, denn Sie sparen Stromkosten und können Ihre Geräte leichter selbst reparieren.

Das neue EU-Energielabel

  • teilt Elektrogeräte in die Klassen A bis G ein,
  • stellt höhere Anforderungen an die Sparsamkeit der Geräte,
  • führt mithilfe des QR-Codes zu den Gerätedetails in einer EU-Datenbank,
  • kann hinsichtlich der Angaben zum Stromverbrauch nicht mit denen auf den alten Etiketten verglichen werden,
  • lässt viele Elektrogeräte von A+++ auf C oder D abrutschen,
  • soll Hersteller dazu motivieren, noch sparsamere Geräte zu entwickeln.

Falls Sie sich wundern, dass es noch keine A-Typen auf dem Markt gibt: Die neue Wertung ist so anspruchsvoll, dass ein A zunächst überhaupt nicht verliehen wird. Auch die B-Note wird es anfangs nur selten geben. Da ist also noch viel Luft nach oben, wenn es um möglichst effiziente, umweltfreundliche und sparsame Elektrogeräte geht. Sie als Verbraucher werden künftig jedenfalls besser und transparenter informiert, können einfacher Strom sowie Kosten sparen und zugleich die Umwelt entlasten. Wenn das keine guten Aussichten sind!

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