Erfolgsstory

Polymold: Vom kleinen Spritzgussunternehmen zum Spezialisten für die Medizintechnik

22. September 2022

Der Himmel ist weiß-blau, die Wiesen changieren in Hunderten Grüntönen. Im Hintergrund ziert eine lange Bergkette den Horizont. Eine schöne Gegend hat sich Polymold ausgesucht. Touristinnen und Touristen urlauben in der Perle des Pfaffenwinkels, wie die Gemeinde Pähl im Landkreis Weilheim-Schongau auch genannt wird, Münchnerinnen und Münchner kommen oft zum Tagesausflug hierher. Auch die rund 40 Mitarbeitenden des Spritzgussunternehmens sind gern hier, bleiben nach ihrer Ausbildung oder sind von der ersten Stunde an Bord, wie Jonathan Welz erzählt. Jonathan Welz ist Inhaber und Geschäftsführer von Polymold. Das Unternehmen fertigt hochwertige Kunststoffteile, schwerpunktmäßig für Kundschaft im Bereich der Medizintechnik.

Angefangen hat alles im Jahr 1999. Josef Irion und Peter Mallmann arbeiteten seit vielen Jahren in der Medizintechnik. Nun wollten sie den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Mit fleißiger Unterstützung der Familie gründeten die beiden einen kleinen Spritzgussbetrieb. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Die Kundinnen und Kunden schätzten Polymold als verlässlichen Partner, der Topqualität anbietet. Und nicht nur das: Das Qualitätsmanagement war vom ersten Tag an zertifiziert. Ein wichtiger Aspekt in der Branche, ein großes Anliegen von Polymold nach wie vor. Heute finden die Zertifizierungen allerdings nicht mehr am Küchentisch statt. Nach einem jahrelangen, gesunden und stetigen Wachstum ist Polymold zu einem mittelständischen Unternehmen geworden. Und es geht noch weiter.

Polymold begleitet die Kundschaft durch die gesamte Prozesskette

Polymold fertigt ausschließlich nach Auftrag. Die Kundinnen und Kunden sind vor allem aus der Medizintechnik – internationale Großkonzerne, aber auch kleinere Unternehmen, Hersteller, die zum Beispiel an Kliniken und Ärztinnen sowie Ärzte liefern. Auch Hightech-Start-ups fragen an. Die Produkte sind sehr speziell. Wer das nächste Mal zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt geht, wird einige davon entdecken. Polymold stellt Kunststoffteile für Dentaltechnik und Biopsie her, chirurgische Hilfsmittel, Herzkathetereinführbestecke und andere raffinierte Teile. Von der Kleinserie bis zur Millionenauflage. Im Spritzgussverfahren, was sehr komplex ist. Akribische Genauigkeit ist essenziell. Es gibt meist nur eine einzige Gussform dafür.

„Wir sind für den gesamten Prozess zuständig, von der ersten Idee bis zur Fertigung“, erklärt Jonathan Welz die Leistungen von Polymold. Die Kundinnen und Kunden werden bereits bei der Entwicklung beraten und unterstützt. Bis ein Produkt fertig verpackt ausgeliefert werden kann, sind viele und kostspielige Schritte nötig. Allein die Formen, in die das Rohmaterial gespritzt wird, sind sehr teuer. Spezielle und präzise Maschinen sind notwendig, um den Genauigkeitsanforderungen gerecht zu werden. Jede Form ist ein Unikat. Auch das erfolgt direkt im Betrieb. Ebenso wie die Veredelung mittels Lasertexturierung oder Dichtungstechnik sowie die Montage mehrteiliger Kunststoffelemente. Bei umfangreichen Fertigungen kommen die großen teuren Maschinen zum Einsatz. Bei Kleinauflagen und für Prototypen wird auf 3-D-Druck ausgewichen.

Was Polymold und die Stadtsparkasse München besonders verbindet: Regionalität

„Unser Erfolgsgeheimnis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen“, erklärt Jonathan Welz. „Diese sind: Verlässlichkeit, Qualität, Expertenwissen sowie Anpassungsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft.“ Dafür schätzt man Polymold. Daher gibt es viele Kundinnen und Kunden, die immer wieder auf das Unternehmen zukommen. Mit immer anderen Aufträgen. Man wächst gemeinsam. Trotz vieler Expansionspläne ist und bleibt Polymold bodenständig. Die meisten Auftraggeberinnen und Auftraggeber kommen aus der Region.

Sein erster Eindruck: „Das meiste fand ich genial, bei manchen Dingen dachte ich mir: Das würde ich anders machen.“ Die Chemie passte so gut, dass die Gründer ihr Unternehmen leichten Herzens und guten Gewissens in die Hände des jungen qualifizierten Nachfolgers legten.

Jonathan Welz hat noch einiges vor. Polymold soll noch effizienter werden, zukünftig auch frei von Partikeln und Mikroorganismen fertigen, noch modernere Arbeitsplätze bieten. Und noch nachhaltiger werden – eine seiner besonderen Herzensangelegenheiten. Konkret steht ein Erweiterungsbau an. Die aktuelle Kapazität soll vergrößert werden. Die Kundinnen und Kunden sollen sich noch sicherer sein, dass sie ihre Produkte schnell und mit bester Qualität erhalten.

Mit der Stadtsparkasse München hat Jonathan Welz die richtige Finanzierungspartnerin gefunden, wie er sagt. Auch hier schätzt er die Nähe. Dass man auch mal im selben Raum sitzen kann bis weit in den Abend hinein. „Die Chemie hat sofort gepasst, das Team ist wirklich unglaublich kompetent und hat ein großes Know-how“, schwärmt der Chef von Polymold und lobt die konstruktive Zusammenarbeit mit Firmenkundenbetreuerin Regina Stiegeler und Frank Sampel, Experte für Unternehmensnachfolge. Gemeinsam schnürten sie mit Jonathan Welz ein Finanzierungspaket, das die Kundenbedürfnisse im Rahmen der Unternehmensnachfolge berücksichtigte. Dabei wirken neben der Stadtsparkasse München die Bayerische Beteiligungsgesellschaft, die LfA Förderbank Bayern und die KfW mit. „Auch dann noch Freude an der Arbeit auszustrahlen, wenn es mal stressig wird – das fand ich äußerst sympathisch“, so Jonathan Welz.

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