Erfolgsstories München-Vorteil

Hawaii erobert München

7. August 2020

Leberkäs, Weißwurst, Schweinshaxe und Knödel – wer beim Stichwort „München“ zuerst an solche deftigen Sattmacher denkt, der war offenkundig schon länger nicht mehr in der Stadt unterwegs. Längst herrscht in der Gastro-Szene der bayerischen Landeshauptstadt eine kunterbunte Vielfalt, die mit den landläufigen Klischees nur noch sehr eingeschränkt zu tun hat. Nahezu sämtliche Weltregionen geben sich hier ein kulinarisches Stelldichein, von den unzähligen Italienern bis hin zu peruanischen, mongolischen oder äthiopischen Restaurants.

Ein Health-Food-Trend, der immer mehr Fans gewinnt

Mit einem ganz neuen Konzept begeistern seit Kurzem zwei einheimische Gastronomen ihre wachsende Fangemeinde: Es nennt sich „Poké-Bowl“, stammt aus Hawaii und hat von dort aus zuerst die Festlandstaaten der USA erobert. Michael Schrank, langjähriger Geschäftsführer der Restaurantkette „Wienerwald“, und der Bankkaufmann Josef Höflinger, der aus einer alteingesessenen Münchner Bäckerfamilie stammt, haben sich im Jahr 2018 zusammengetan, um in München das erste darauf spezialisierte Restaurant zu gründen. Eigentlich bedeutet das polynesische Wort „Poké“ so viel wie „in kleine Stücke schneiden“. Dahinter verbirgt sich jedoch wesentlich mehr – nämlich ein Health-Food-Trend, der auf leichte, vitaminreiche Gerichte mit frischen und hochwertigen Zutaten setzt.

Die Idee dazu hatte Michael Schrank schon länger, die Kooperation mit seinem Partner erwuchs daraus dann bei gemeinsamen Skitouren der beiden Familien. Michael Schrank sprach Josef Höflinger auf seine Pläne an und gewann in ihm sofort einen überzeugten Mitstreiter. Was kaum verwundert: Immerhin hat Höflinger zwei Weltmeistertitel im Ski-Golf errungen (einer Sportart, bei der abwechselnd Skirennen gefahren und Golf gespielt wird), ist also Spitzensportler und damit sehr auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung bedacht.

Restauranteröffnung mit Hindernissen – aber erfolgreich

Ein Name für das neue Restaurant war schnell gefunden: „Jawz – the bowl company“. Als weiteres Element im Logo fügten die beiden „the eddie style“ hinzu, eine Hommage an den legendären hawaiianischen Surfer Eddie Aikau (1946 bis 1978). Der Erwerb des Lokals in der Schwabinger Leopoldstraße war dann auch ein eher geringes Problem, doch sehr bald offenbarte sich die Tücke des Objekts: Statische Probleme beim notwendigen Umbau und die Abnahme durch die städtische Baukommission führten zu einer mehrmonatigen ungeplanten Verzögerung. Im Oktober 2019 war es dann endlich so weit – das Restaurant konnte seine ersten Gäste empfangen.

Die Jawz-Maxime: frisch, regional und nachhaltig

Das Speisenangebot im Jawz besteht im Wesentlichen aus jenen hawaiianisch inspirierten Bowls: Zwölf köstliche, immer frisch zubereitete Varianten mit verschiedenen Dressings stehen zur Wahl. Alternativ kann man in fünf Schritten seine eigene Bowl zusammenstellen, ganz nach Geschmack und Vorliebe. Darüber hinaus gibt es täglich wechselnde heiße Suppen und Currys sowie eine reiche Getränkeauswahl.

In jedem Fall können die Gäste sicher sein, ausgewählte, frische und hochwertige Produkte und Zutaten zu bekommen – und das vorzugsweise aus dem heimischen Umland. So kommt etwa die eigene Biersorte aus dem Dorfbräu Seeshaupt, einer kleinen Brauerei am Starnberger See, der Kaffee aus einer Münchner Rösterei, die Limonade von der Taufkirchener Firma Eizbach und das Brot aus der Bäckerei der Höflingers. Wenn keine geeigneten regionalen Bezugsquellen verfügbar sind, wird zumindest auf beste natürliche Qualität geachtet – wie bei der Entenbrust aus Frankreich oder den Garnelen, die aus Wildfang vor Grönland stammen. Erklärtes Ziel der beiden Gründer ist Nachhaltigkeit gemäß den „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen.

Erst kommen die Frauen, dann ziehen die Männer nach

Nach anfänglicher Skepsis und Neugier („Ist das eine amerikanische Kette?“) wurde das Jawz-Konzept schnell angenommen. „In der Regel ist es so, dass die Frauen ihre Männer hierherbringen“, sagt Josef Höflinger. „Die Männer essen dann meist als erstes unsere Bowl ‚Duck Dive‘, weil sie argwöhnen, ohne Entenbrust nicht richtig satt zu werden. Irgendwann wagen sie sich dann aber auch an die anderen Varianten und sind überrascht, wie gut ihr Appetit gestillt wird.“

Ein großer Teil der Kundschaft kommt aus den umliegenden Schwabinger Fitnessstudios. „Das Jawz ist förmlich umzingelt davon“, erklärt Michael Schrank, „und die Mitglieder kommen nach dem Workout fast alle hierher, um ihre Energiespeicher aufzufüllen.“

Die zwei Gründer haben große Pläne

Inzwischen gibt es neben dem Speisen- und Getränkeangebot auch eine Reihe von Jawz-Merchandising-Artikeln – zum Beispiel Baseball-Caps, T-Shirts, Pullis und mehr. Schon daran erkennt man, dass die beiden Gründer eine ganze Restaurantkette im Sinn hatten und eigentlich zügig expandieren wollten. Durch die Corona-Pandemie wurden ihre Pläne dann im Frühjahr 2020 unversehens gestoppt, auf Eis liegen sie aber nur vorübergehend. Die Kette bleibt nach wie vor das Ziel – „mit der Leopoldstraße als Flagship-Store“, so Josef Höflinger.

Alle Freunde des Jawz können sich übrigens über eine gute Nachricht freuen: Die Senkung der Mehrwertsteuer ab Juli 2020 soll in voller Höhe an die Gäste weitergegeben werden. Mit den neuen, günstigeren Preisen wird die Speisekarte also noch attraktiver.

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Jawz The Bowl Company
Leopoldstraße 46
80802 München
Telefon: 01578 0670656

Jawz The Bowl Company
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80802 München
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