Sparkasse

Was der FC Bayern kann, kann die BSG auch – Betriebssport bei der Stadtsparkasse München

22. Juni 2022

Wenn der FC Bayern das kann, kann die BSG das auch!“ Florian Seidls Augen blitzen schelmisch. Seidl ist Vorstandsmitglied der Betriebssportgemeinschaft Stadtsparkasse München, kurz BSG. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen hat er die BSG während der ersten Coronawelle mithilfe von neuen Onlinekursen pandemiefest gemacht.

Mitarbeitende hatten ihm am Telefon wiederholt ihr Leid geklagt. Durch das Homeoffice und die Kontaktbeschränkungen fehle ihnen ein normaler Alltag. Sie sehnten sich nach etwas, das einen halbwegs routinierten und zufriedenstellenden Tagesablauf sicherstellen konnte. Schnell denkt Seidl an Sport und die BSG. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie wichtig Bewegung für den inneren Ausgleich ist.

Onlinetraining: Was der FC Bayern kann, kann die BSG auch

Eines Abends sitzt Seidl zu Hause auf dem Sofa und wischt über das Display seines Smartphones. Da stößt er in seinem Feed auf ein Instagram-Video, veröffentlicht vom FC Bayern München. Der Verein hat sein Präsenztraining nach eigenen Angaben komplett auf Onlinetraining umgestellt. „Ich habe mir damals gedacht: ‚Die Idee ist gut. Wenn die das können, können wir das auch – zumindest mal versuchen‘“, so Seidl.

Der Plan geht auf. Wenige Tage später sind die ersten Präsenztrainings zu Onlinekursen abgewandelt. Die Mitglieder können jetzt von zu Hause aus kostenfrei daran teilnehmen. Das Angebot unter dem Namen „Sweatathome“ wird dankbar angenommen. Zu Hochzeiten nehmen bis zu 230 Sportbegeisterte pro Woche an den Kursen teil.

BSG der Stadtsparkasse: Auch Führungskräfte kommen ins Schwitzen

Mittlerweile hat sich mobiles Arbeiten in der Stadtsparkasse München als feste Ergänzung zum Büroalltag etabliert. Der Sprung ins kalte Wasser in Sachen Onlinekurse zu Beginn der Pandemie hat sich bewährt. Dank des Know-hows und der Erfahrungswerte können heute zahlreiche Kurse im Hybrid-Format angeboten werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können jederzeit entscheiden, ob sie vor Ort trainieren oder lieber online von zu Hause aus.
Immer wieder stellte Seidl in der Vergangenheit fest, dass die Kurse die Kollegialität unter den Mitarbeitenden förderten. Die Leute lernten sich besser kennen, sähen andere Facetten voneinander. Daraus könnten sich auch Freundschaften entwickeln. Sogar das Verhältnis zu Vorgesetzten könne sich lockern: „Wenn zum Beispiel eine Führungskraft neben einem im Wirbelsäulengymnastikkurs auf der Matte liegt und genauso jammert wie der normale Mitarbeiter, dann geht eine gewisse Distanz verloren.“

„Wir sind froh, dass wir der Sparkasse etwas zurückgeben können“

Dank der Mitgliedereinnahmen ist die BSG wirtschaftlich selbstständig. „Aber der Vorstand fördert den Geist und die Aktivität, die dahinterstehen“, ergänzt Seidl. Betriebliches Gesundheitsmanagement für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer habe für den Vorstand der Stadtsparkasse München große Bedeutung. Das merken er und die gesamte BSG bei der täglichen Zusammenarbeit.

Ralf Fleischer, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München, und die Vorstandsmitglieder leisten jederzeit Unterstützung, sei es logistischer Art oder auch monetär mittels eines jährlichen Unterstützungsbeitrags. „Wir sind froh, dass wir der Sparkasse etwas zurückgeben können, indem wir die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und sowie die Kollegialität und den Zusammenhalt fördern.“

BSG-Steckbrief: 2.000 Mitglieder und internationale Wettkämpfe

Kollegialität und Zusammenhalt, so dokumentiert es ein handgeschriebenes und liebevoll bebildertes Buch im braunen Ledereinband, fördert der Verein seit dem Gründungsjahr 1960. „Das gibt’s heute leider nicht mehr in der Form, das ist jetzt alles digital“, merkt Seidl etwas wehmütig an, während er behutsam durch die vergilbten Seiten des alten Schmökers blättert. Erfolge sind hier niedergeschrieben, wie zum Beispiel der erste Fußball-Meistertitel 1979 in der Firmen- und Behördenrunde. Die gibt es bis heute.

Was die Vielfalt der Sportarten angeht, hat sich die BSG seit ihrer Gründung weiterentwickelt. Von ursprünglich 16 aktiven Sparkassen-Fußballern ins Leben gerufen, war der Verein zunächst signifikant von Fußball geprägt. In den folgenden Jahrzehnten hat er sich jedoch immer mehr zum Großverein mit 23 verschiedenen Sparten und rund 2.000 Mitgliedern gesteigert.

Mittlerweile kann die BSG im Bereich der Mannschaftssportarten neben Fußball auch Badminton, Basketball, Bowling, einen Lauftreff, Squash, Volleyball oder Golf anbieten. Auch ein Ski-Team gibt es, das an internationalen Wettkämpfen teilnimmt und sich mit anderen Banken in ganz Europa misst. Bei den Einzelsportarten können die Mitglieder aus einer großen Angebotspalette wählen. Einige Beispiele wären Body Styling, funktionelles Training, Krav-Maga-Selbstverteidigung, Qigong, Schlingentraining, Seniorensport, Yoga oder Zumba.

Mitglied werden kann jeder: sowohl Angestellte der Stadtsparkasse München als auch Rentner und Familienangehörige. Da die BSG der Stadtsparkasse München ein eingetragener gemeinnütziger Verein ist, dürfen dem Verein sogar Personen von außerhalb beitreten.

Trainieren mit Geräten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

Dem Andenken an vergangene Jahre steht die Zukunftsvision der BSG gegenüber. So ist geplant, in der nächsten Zeit den Gerätepark zu erweitern. Gute Kontakte zu Herstellungs- und Lieferunternehmen von Fitnessgeräten, die schon in der Vergangenheit gebrauchte Geräte günstig weiterverkauft haben, sollen dabei helfen. „Da kommen wir leicht an Fitnessgeräte, die zum Beispiel mal auf Messen oder sogar bei der Nationalmannschaft im Einsatz waren und dann einfach um 50 Prozent günstiger weiterverkauft werden.“

Während der Saunabereich im Fitnessstudio des Sparkassengebäudes an der Ungererstraße 75 modernisiert wird, liegt die Zukunft des Betriebssports sehr wahrscheinlich in der örtlichen Flexibilität. Seidl geht davon aus, dass hybrides Training, forciert durch mobiles Arbeiten, ein fester Bestandteil bleiben wird. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden weiter an Flexibilität gewinnen – in der Ausführung ihres Sportes vor Ort in Präsenz, online oder auch hybrid“, erklärt er. Daran werde sich auch in naher Zukunft nichts ändern, sagt Seidl und klappt das große Buch mit einem Lächeln wieder zu, bevor er es sicher zurück in den verschließbaren Schrank im Vorstandszimmer der BSG stellt.

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