Haben Sie vom Silvesterbrauch aus Italien schon gehört? Hier wird rote Unterwäsche getragen, um in ein hoffentlich glückliches neues Jahr hineinzugleiten. Auch viele andere Länder jagen auf die eine oder andere Weise dem Glück hinterher: In Dänemark springt man um Punkt zwölf von einem Stuhl, in Griechenland hofft man auf die versteckte Münze im Basiliusbrot, in Spanien isst man beim Mitternachtsläuten eine Traube pro Glockenschlag. Portugiesen halten um Mitternacht eine Münze in der Hand und essen an Silvester kein Geflügel – das Glück könnte sonst ja davonfliegen.

Auch die Russen haben ein spannendes Ritual: Kurz vor Mitternacht schreiben sie Neujahrswünsche auf einen Zettel, verbrennen diesen dann und geben die Asche in ein Glas Champagner. Ist der letzte Schluck um Punkt null Uhr getrunken, gehen die Wünsche in Erfüllung. In Tschechien wird die Zukunft aus einem Apfel gelesen – sternförmig angeordnete Kerne verheißen ein glückliches neues Jahr, kreuzartig angeordnete nicht. Und wer in Polen auf der Suche nach einem Mann ist, streut sich zum Jahreswechsel Mohn in einen Schuh.

In Argentinien lässt man es schneien, in Ecuador verbrennt man Puppen

„Es schneit, es schneit“, heißt es in Argentinien, wenn an Silvester Papierschnipsel aus den Fenstern rieseln. In China werfen Single-Frauen Mandarinen ins Meer, um die große Liebe zu finden. Die Japaner feiern ganze sieben Tage lang. In Ecuador werden Puppen mit Böllern gefüllt und anschließend angezündet – zum symbolischen Loswerden von allem Schlechten. In Kolumbien zieht man gern mit einem vollgepackten Koffer durch die Straßen. Der Sage nach steht dann ein Jahr voller Reisen bevor.

Silvester auf dem Tollwood – Gala oder Party oder beides?

Auch das Tollwood Winterfestival hat sich für den Jahresausklang 2019 wieder viel einfallen lassen. Die große Silvesterparty mit Livemusik findet in den fünf Zelten Mercato, EssZimmer, The Silent Knight, Weltsalon und Hexenkessel statt. Zur Silvestergala gibt es im Spiegelzelt ein sensationelles Programm: Mit ihrer Show „Paris de Nuit” entführt die Nouveau Cirque-Compagnie Recirquel aus Ungarn das Publikum ins nächtliche Paris der 1930er Jahre, das Eddy Miller Sextett serviert Musik und Songs quer durch die Jahrzehnte und die Küche ein feines Fünf-Gänge-Menü. Auch auf den Mitternachtswalzer muss hier keiner verzichten. Pünktlich um null Uhr erschallt er in allen Zelten und auch draußen zu Füßen der Bavaria.

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