MÜNCHEN
03.07.2018
RECUP statt „to go“ als echter Beitrag zur Plastikvermeidung

Wer Kaffee liebt, trinkt ihn nicht nur zuhause, denn überall lockt sein herrliches Aroma.

A n jeder Ecke bekommt man für kleines (oder auch großes) Geld seinen täglichen Cappuccino, Latte macchiato, Soja-Frappuccino oder andere Kaffeespezialitäten. Kaum hat man bestellt, steht auch schon ein Pappbecher unter der Maschine und die schwarze Köstlichkeit läuft hinein. Schnell noch ein Plastikdeckel drauf, denn man möchte ja nichts verschütten, nicht wahr? Ein paar Minuten später ist der Becher leer … und wandert in den nächstbesten Papierkorb.

Weit über 300.000 Coffee-to-go-Becher erleben diese kurze Karriere in Deutschland – pro Stunde! Eine unfassbare Zahl. Schlimm daran ist, dass die Becher entgegen landläufiger Meinung eben keine reinen Pappbecher sind, die als solche mit dem restlichen Papier recycelt werden können. Sie sind nämlich aus Hygiene- und Dichtigkeitsgründen mit Folie überzogen, die bei der Fertigung untrennbar mit dem Grundbaustein Papier verschmilzt. Recycling? Fehlanzeige! Lediglich die Plastikdeckel können, so sie denn das seltene Glück haben, in einem Gelben Sack zu landen, dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.

Ein Münchner Start-up wollte das nicht länger mit ansehen und rief im November 2016 ein Kaffeebecher-Mehrwegsystem unter dem einprägsamen Namen „RECUP“ ins Leben. Nach der Fusion mit dem Berliner Pfandsystem JUST SWAP IT. im März 2017 konnte man nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Rosenheim im großen Stil loslegen. Seit gut einem Jahr ist RECUP nun auch in München fest etabliert, weitere Städte folgten auf dem Fuße.

Und so funktioniert’s: Die kaffeedurstige Münchnerin oder der müde Münchner ordert das Heißgetränk bei einem Partner, der sich dem System angeschlossen hat – und zwar ausdrücklich im RECUP. Dabei wird ein Euro Pfand fällig, doch gleichzeitig gewähren die Partner Rabatte auf das Getränk selbst! Wer einen Deckel dazu möchte, kann diesen an der Theke kaufen und immer wieder verwenden. Hat man ausgetrunken, wirft man den Becher nicht wie üblich weg, sondern gibt ihn gegen Aushändigung des Pfands bei einem beliebigen anderen RECUP-Partner wieder ab. Das können Cafés sein, Bäckereien, aber auch zum Beispiel eine nachhaltigkeitsbewusste Tankstelle.

Die RECUPs samt Deckel sind aus stabilem, weichmacherfreiem und selbstverständlich zu 100 Prozent recycelbarem Kunststoff; zudem sind sie völlig geschmacksneutral und werden bei den Partnern mit dem üblichen Geschirr hygienisch gespült. Erhältlich sind sie mit 0,2, 0,3 sowie 0,4 Liter Fassungsvermögen und der Kauf-Deckel passt auf alle Größen.

Wir von der Stadtsparkasse München sind Fans solcher engagierten Projekte und stolz auf die Münchner Gründer.

Alle RECUP-Partnerstellen finden Sie auf dieser Karte: https://recup.de/ … oder mit der komfortablen RECUP-App!

3 Kommentare

  1. Jean Schlim sagt:

    Gute Idee,
    aber noch besser, sich einfach die Zeit gönnen und seinen Kaffee im Sitzen in einem Café geniessen, baut Stress ab und man kann sich echt sogar dabei etwas erholen. Pluspunkt: es fällt nicht einmal recycelbarer Kunststoff an. Einfach mal auf die Unsitte „to go“ vergessen!

  2. Thomas Straßer sagt:

    Das isr zwar ein begrüßenswerter Schritt in die richtige Richtung.
    Noch umweltfreundlicher und weitsichtiger wäre es jedoch in meinen Augen, einmalig einen verschütt-sicheren Edelstahl-Trinkbecher zu kaufen und den Kaffee von zuhause mitzunehmen.

  3. Frieda Wimmer sagt:

    Super diese Aktion !
    Versteh eh nicht warum der Kaffee unterwegs getrunken werden muss ? Soviel Zeit den Kaffee sitzend zu genießen sollte schon noch sein !!!

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