„Wenn unser Plastikkonsum mit der aktuellen Geschwindigkeit weitergeht, werden wir im Jahr 2050 dreimal so viel Plastikmüll wie Fische im Meer vorfinden. Lasst uns dagegen gemeinsam etwas unternehmen“, sagt Sebastian Höffner in einem Clip, den National Geographic in einer viralen Kampagne verbreitet. Gehört er selbst zu den Umdenkern? Geht er aktiv gegen Plastikmüll vor?

Was steckt hinter der Initiative „PLANET OR PLASTIC?“ ?

Sebastian Höffner: National Geographic fragte sich: Wissen die Menschen eigentlich, wie viel Plastikmüll sie verbrauchen? Mit erschreckenden Zahlen gingen sie dann an den Start, streuten Videos und Challenges in die sozialen Netzwerke, initiierten Aktionen und Kooperationen und fragten auch mich, ob wir aktiv dabei wären.

Mit welchem Ziel?

Höffner: Aufmerksamkeit erregen. Aufrütteln. Zum Umdenken anregen und idealerweise natürlich auch zum Handeln. Die Kampagne steht für Eigeninitiative. Daher ja auch die Leitidee: Den Unterschied machst DU.

„Man kann niemanden zwingen, aber jeder kann etwas tun.“

Würden Sie sich als umweltbewusst bezeichnen?

Höffner: Ich versuche mein Bestes. Statt meinem Auto nehme ich das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel, so oft es geht. Ich bringe den Restmüll zum Container – in der Hoffnung, dass er von dort auch adäquat recycelt wird. Man steht ja nicht daneben. Und wenn ich zum Einkaufen fahre, habe ich immer einen Stoffbeutel dabei.

Umweltsünden?

Höffner: Beruflich nehme ich oft das Flugzeug. Um schnell und bequem vor Ort zu sein. Und weil der Zug einfach oft unpünktlich ist.

Was könnte jeder gegen Plastikmüll tun? Was tun Sie persönlich?

Höffner: Bei der Erziehung könnte es losgehen. In der Familie, im Kindergarten, in der Schule. Das Thema ansprechen ist wichtig. Ich möchte kein Moralapostel sein, aber wenn mir etwas negativ auffällt, sage ich das auch. Wie kürzlich in einem Café, das Smoothies, gesunde Bowls und Ökoprodukte anbietet, aber mit Plastikstrohhalmen.

Wie war die Reaktion?

Höffner: Schuldbewusst … ja, stimmt, wir würden ja gern, aaaaaber… Wir arbeiten dran. Immerhin – es wird nachgedacht. Ein guter erster Schritt.