Menschen
14.11.2019
„Tun Sie etwas für Ihre eigene Unabhängigkeit!“

Interview mit Marlies Mirbeth, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München.




Was Marlies Mirbeth wichtig ist, lebt sie vor – in ihrer gesamten beruflichen Laufbahn und seit 2006 als Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München. Sie ist strategisch unterwegs, schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz und hat den Blick fürs Ganze. Was hat sie besonders geprägt? Worauf kommt es in der Führung an? Was rät sie Frauen für Beruf und Altersvorsorge? Wir haben mit ihr gesprochen.
„Tun Sie etwas für Ihre eigene Unabhängigkeit!“

Interview mit Marlies Mirbeth, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München.




Was Marlies Mirbeth wichtig ist, lebt sie vor – in ihrer gesamten beruflichen Laufbahn und seit 2006 als Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München. Sie ist strategisch unterwegs, schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz und hat den Blick fürs Ganze. Was hat sie besonders geprägt? Worauf kommt es in der Führung an? Was rät sie Frauen für Beruf und Altersvorsorge? Wir haben mit ihr gesprochen.


Sie haben sich als Bankerin durchgesetzt – wie haben Sie das geschafft?
Marlies Mirbeth: Es gibt viele Gründe. Ich habe einen vielfältigen Beruf gewählt, der immer wieder Veränderungen und neue Herausforderungen bietet. Ich habe mich engagiert, bin flexibel und war immer bereit, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen.

Was raten Sie Frauen für Ihre Karriere?
Mirbeth: Frauen konzentrieren sich eher auf Inhalte und gehen davon aus, dass Kompetenz alleine als Basis für den nächsten Karriereschritt ausreicht. Doch das ist nicht so, denn es ist auch wichtig, auf sich und seine Leistung aufmerksam zu machen. Investieren Sie nicht nur in Weiterbildung, sondern auch in Kontakte und Netzwerke, gewinnen Sie Mentoren, die Sie fordern und fördern. Ich hatte Chefs, die mir neue Herausforderungen zugetraut haben und mich unterstützt und ermutigt haben.

Aufstieg heißt auch, mit starken Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten. Worauf kommt es dabei aus Ihrer Sicht im Top-Management besonders an?
Mirbeth: Wichtig ist zu erkennen, wie die Spielregeln im Top-Management sind, und diese zu akzeptieren. Eine dieser Regeln ist, sich zu zeigen, auf seine Kompetenz aufmerksam zu machen, sich etwas zuzutrauen.
Die zweite Regel: Kritik und Widerstände nicht persönlich nehmen – es geht um Inhalte, Positionierung, darum entscheidende Themen durchzusetzen und Mehrwert für die Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen zu schaffen.
Im Top-Management geht es darum, ein Unternehmen oder einen Bereich zu managen. Das kann auch heißen, sich von liebgewonnenen Aufgaben zu lösen, weniger operativ und mehr strategisch zu arbeiten.


Was können Frauen besonders gut und was ist anders im Top-Management?
Mirbeth: Frauen führen oft integrierender, schätzen den Austausch. Sie gehen häufig individueller auf Situationen und Mitarbeiter ein. Ihnen ist Offenheit, Feedback und Vertrauen gegenüber Mitarbeitern wichtig.

„Investieren Sie nicht nur in Weiterbildung, sondern auch in Kontakte und Netzwerke.“

Was tut die Stadtsparkasse München zur Förderung weiblicher Führungskräfte?
Mirbeth: Die Stadtsparkasse München schafft viele Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Neben Teilzeitmodellen haben wir zum Beispiel für die Kinder unserer Mitarbeiter Kitaplätze, arbeiten mit dem Familienservice zusammen, welcher für Fragen rund um das Thema Familie zur Seite steht.



„Ich ermutige Frauen, nein, ich fordere sie auf, sich rechtzeitig um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern.“


Kommen wir zum Thema der Altersvorsorge für Frauen – was raten Sie Frauen da ganz grundsätzlich?
Mirbeth: Mein Rat lässt sich auf jede Lebensphase übertragen: „Tun Sie etwas für Ihre eigene Unabhängigkeit!“ Das beginnt schon bei der Berufsentscheidung und geht dann weiter: Wer den Willen hat, Verantwortung zu übernehmen oder die nächste Ebene im Blick hat, beeinflusst sein Einkommen. Und Einkommen ist die Basis auch fürs Alter. Der Wunsch nach Unabhängigkeit ist der Treiber, um frei handeln zu können. Auf diese Weise können Frauen auch im finanziellen Bereich selbst entscheiden. Ich ermutige Frauen, nein, ich fordere sie auf, sich rechtzeitig um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern. Reden Sie mit Ihrem Partner und unseren Beraterinnen und Beratern über Ihre persönliche Lebenssituation und Planung. Eine Altersvorsorge ist gut, wenn Sie zu Ihrer individuellen Situation passt.

Eine persönliche Frage zum Abschluss: Wie würden Sie sich beschreiben?
Mirbeth: Ich bin gerne eine Frau. Ich mag Menschen. Ich bin nahbar und unhierarchisch. Ich arbeite gerne mit Menschen, das macht Spaß, Humor ist wichtig, wie auch Emotionen.
VITA
Marlies Mirbeth startete ihre berufliche Laufbahn mit einer Banklehre bei der Hypobank in Regensburg und wechselte dann nach München in die Zentrale. In ihrer ersten Führungsaufgabe verantwortete sie mit 31 Jahren das Privat- und Gewerbekundengeschäft für einen Teil Oberbayerns (von Garmisch über Bad Tölz bis Weilheim).
Es folgten Stationen mit stetig wachsender Verantwortung, unter anderem die Leitung der Vermögensanlage in der Hypobank in der Altstadt, die Niederlassung in Bogenhausen, in der früheren HypoVereinsbank und danach die Gesamtverantwortung in München für Privat- und Geschäftskunden, bereits eine Ebene unter dem Vorstand. Nach der Fusion mit der UniCredit im Jahr 2005 – die Leitung des Geschäftsbereichs Wealth Management Deutschland. Mit diesem reichen Erfahrungsschatz aus allen Kundensegmenten und aus vielfältigen strategischen Aufgaben wechselte Marlies Mirbeth 2006 als Vorstand zur Stadtsparkasse München. Sie bekam die Chancen – und sie nutzte sie.


Sie haben sich als Bankerin durchgesetzt – wie haben Sie das geschafft?
Marlies Mirbeth: Es gibt viele Gründe. Ich habe einen vielfältigen Beruf gewählt, der immer wieder Veränderungen und neue Herausforderungen bietet. Ich habe mich engagiert, bin flexibel und war immer bereit, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen.

Was raten Sie Frauen für Ihre Karriere?
Mirbeth: Frauen konzentrieren sich eher auf Inhalte und gehen davon aus, dass Kompetenz alleine als Basis für den nächsten Karriereschritt ausreicht. Doch das ist nicht so, denn es ist auch wichtig, auf sich und seine Leistung aufmerksam zu machen. Investieren Sie nicht nur in Weiterbildung, sondern auch in Kontakte und Netzwerke, gewinnen Sie Mentoren, die Sie fordern und fördern. Ich hatte Chefs, die mir neue Herausforderungen zugetraut haben und mich unterstützt und ermutigt haben.

Aufstieg heißt auch, mit starken Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten. Worauf kommt es dabei aus Ihrer Sicht im Top-Management besonders an?
Mirbeth: Wichtig ist zu erkennen, wie die Spielregeln im Top-Management sind, und diese zu akzeptieren. Eine dieser Regeln ist, sich zu zeigen, auf seine Kompetenz aufmerksam zu machen, sich etwas zuzutrauen.
Die zweite Regel: Kritik und Widerstände nicht persönlich nehmen – es geht um Inhalte, Positionierung, darum entscheidende Themen durchzusetzen und Mehrwert für die Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen zu schaffen.
Im Top-Management geht es darum, ein Unternehmen oder einen Bereich zu managen. Das kann auch heißen, sich von liebgewonnenen Aufgaben zu lösen, weniger operativ und mehr strategisch zu arbeiten.


Was können Frauen besonders gut und was ist anders im Top-Management?
Mirbeth: Frauen führen oft integrierender, schätzen den Austausch. Sie gehen häufig individueller auf Situationen und Mitarbeiter ein. Ihnen ist Offenheit, Feedback und Vertrauen gegenüber Mitarbeitern wichtig.

„Investieren Sie nicht nur in Weiterbildung, sondern auch in Kontakte und Netzwerke.“

Was tut die Stadtsparkasse München zur Förderung weiblicher Führungskräfte?
Mirbeth: Die Stadtsparkasse München schafft viele Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Neben Teilzeitmodellen haben wir zum Beispiel für die Kinder unserer Mitarbeiter Kitaplätze, arbeiten mit dem Familienservice zusammen, welcher für Fragen rund um das Thema Familie zur Seite steht.



„Ich ermutige Frauen, nein, ich fordere sie auf, sich rechtzeitig um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern.“


Kommen wir zum Thema der Altersvorsorge für Frauen – was raten Sie Frauen da ganz grundsätzlich?
Mirbeth: Mein Rat lässt sich auf jede Lebensphase übertragen: „Tun Sie etwas für Ihre eigene Unabhängigkeit!“ Das beginnt schon bei der Berufsentscheidung und geht dann weiter: Wer den Willen hat, Verantwortung zu übernehmen oder die nächste Ebene im Blick hat, beeinflusst sein Einkommen. Und Einkommen ist die Basis auch fürs Alter. Der Wunsch nach Unabhängigkeit ist der Treiber, um frei handeln zu können. Auf diese Weise können Frauen auch im finanziellen Bereich selbst entscheiden. Ich ermutige Frauen, nein, ich fordere sie auf, sich rechtzeitig um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern. Reden Sie mit Ihrem Partner und unseren Beraterinnen und Beratern über Ihre persönliche Lebenssituation und Planung. Eine Altersvorsorge ist gut, wenn Sie zu Ihrer individuellen Situation passt.

Eine persönliche Frage zum Abschluss: Wie würden Sie sich beschreiben?
Mirbeth: Ich bin gerne eine Frau. Ich mag Menschen. Ich bin nahbar und unhierarchisch. Ich arbeite gerne mit Menschen, das macht Spaß, Humor ist wichtig, wie auch Emotionen.
VITA
Marlies Mirbeth startete ihre berufliche Laufbahn mit einer Banklehre bei der Hypobank in Regensburg und wechselte dann nach München in die Zentrale. In ihrer ersten Führungsaufgabe verantwortete sie mit 31 Jahren das Privat- und Gewerbekundengeschäft für einen Teil Oberbayerns (von Garmisch über Bad Tölz bis Weilheim).
Es folgten Stationen mit stetig wachsender Verantwortung, unter anderem die Leitung der Vermögensanlage in der Hypobank in der Altstadt, die Niederlassung in Bogenhausen, in der früheren HypoVereinsbank und danach die Gesamtverantwortung in München für Privat- und Geschäftskunden, bereits eine Ebene unter dem Vorstand. Nach der Fusion mit der UniCredit im Jahr 2005 – die Leitung des Geschäftsbereichs Wealth Management Deutschland. Mit diesem reichen Erfahrungsschatz aus allen Kundensegmenten und aus vielfältigen strategischen Aufgaben wechselte Marlies Mirbeth 2006 als Vorstand zur Stadtsparkasse München. Sie bekam die Chancen – und sie nutzte sie.


Sie haben sich als Bankerin durchgesetzt – wie haben Sie das geschafft?
Marlies Mirbeth: Es gibt viele Gründe. Ich habe einen vielfältigen Beruf gewählt, der immer wieder Veränderungen und neue Herausforderungen bietet. Ich habe mich engagiert, bin flexibel und war immer bereit, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen.

Was raten Sie Frauen für Ihre Karriere?
Mirbeth: Frauen konzentrieren sich eher auf Inhalte und gehen davon aus, dass Kompetenz alleine als Basis für den nächsten Karriereschritt ausreicht. Doch das ist nicht so, denn es ist auch wichtig, auf sich und seine Leistung aufmerksam zu machen. Investieren Sie nicht nur in Weiterbildung, sondern auch in Kontakte und Netzwerke, gewinnen Sie Mentoren, die Sie fordern und fördern. Ich hatte Chefs, die mir neue Herausforderungen zugetraut haben und mich unterstützt und ermutigt haben.

Aufstieg heißt auch, mit starken Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten. Worauf kommt es dabei aus Ihrer Sicht im Top-Management besonders an?
Mirbeth: Wichtig ist zu erkennen, wie die Spielregeln im Top-Management sind, und diese zu akzeptieren. Eine dieser Regeln ist, sich zu zeigen, auf seine Kompetenz aufmerksam zu machen, sich etwas zuzutrauen.
Die zweite Regel: Kritik und Widerstände nicht persönlich nehmen – es geht um Inhalte, Positionierung, darum entscheidende Themen durchzusetzen und Mehrwert für die Kunden, Mitarbeiter und das Unternehmen zu schaffen.
Im Top-Management geht es darum, ein Unternehmen oder einen Bereich zu managen. Das kann auch heißen, sich von liebgewonnenen Aufgaben zu lösen, weniger operativ und mehr strategisch zu arbeiten.


Was können Frauen besonders gut und was ist anders im Top-Management?
Mirbeth: Frauen führen oft integrierender, schätzen den Austausch. Sie gehen häufig individueller auf Situationen und Mitarbeiter ein. Ihnen ist Offenheit, Feedback und Vertrauen gegenüber Mitarbeitern wichtig.

„Investieren Sie nicht nur in Weiterbildung, sondern auch in Kontakte und Netzwerke.“

Was tut die Stadtsparkasse München zur Förderung weiblicher Führungskräfte?
Mirbeth: Die Stadtsparkasse München schafft viele Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Neben Teilzeitmodellen haben wir zum Beispiel für die Kinder unserer Mitarbeiter Kitaplätze, arbeiten mit dem Familienservice zusammen, welcher für Fragen rund um das Thema Familie zur Seite steht.



„Ich ermutige Frauen, nein, ich fordere sie auf, sich rechtzeitig um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern.“


Kommen wir zum Thema der Altersvorsorge für Frauen – was raten Sie Frauen da ganz grundsätzlich?
Mirbeth: Mein Rat lässt sich auf jede Lebensphase übertragen: „Tun Sie etwas für Ihre eigene Unabhängigkeit!“ Das beginnt schon bei der Berufsentscheidung und geht dann weiter: Wer den Willen hat, Verantwortung zu übernehmen oder die nächste Ebene im Blick hat, beeinflusst sein Einkommen. Und Einkommen ist die Basis auch fürs Alter. Der Wunsch nach Unabhängigkeit ist der Treiber, um frei handeln zu können. Auf diese Weise können Frauen auch im finanziellen Bereich selbst entscheiden. Ich ermutige Frauen, nein, ich fordere sie auf, sich rechtzeitig um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern. Reden Sie mit Ihrem Partner und unseren Beraterinnen und Beratern über Ihre persönliche Lebenssituation und Planung. Eine Altersvorsorge ist gut, wenn Sie zu Ihrer individuellen Situation passt.

Eine persönliche Frage zum Abschluss: Wie würden Sie sich beschreiben?
Mirbeth: Ich bin gerne eine Frau. Ich mag Menschen. Ich bin nahbar und unhierarchisch. Ich arbeite gerne mit Menschen, das macht Spaß, Humor ist wichtig, wie auch Emotionen.
VITA
Marlies Mirbeth startete ihre berufliche Laufbahn mit einer Banklehre bei der Hypobank in Regensburg und wechselte dann nach München in die Zentrale. In ihrer ersten Führungsaufgabe verantwortete sie mit 31 Jahren das Privat- und Gewerbekundengeschäft für einen Teil Oberbayerns (von Garmisch über Bad Tölz bis Weilheim).
Es folgten Stationen mit stetig wachsender Verantwortung, unter anderem die Leitung der Vermögensanlage in der Hypobank in der Altstadt, die Niederlassung in Bogenhausen, in der früheren HypoVereinsbank und danach die Gesamtverantwortung in München für Privat- und Geschäftskunden, bereits eine Ebene unter dem Vorstand. Nach der Fusion mit der UniCredit im Jahr 2005 – die Leitung des Geschäftsbereichs Wealth Management Deutschland. Mit diesem reichen Erfahrungsschatz aus allen Kundensegmenten und aus vielfältigen strategischen Aufgaben wechselte Marlies Mirbeth 2006 als Vorstand zur Stadtsparkasse München. Sie bekam die Chancen – und sie nutzte sie.

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Respekt, tolle Karriere…Frau Mirbeth