Finanzmarkt
12.12.2018
Das Smart Home ist die Zukunft

„Home Sweet Home“ heißt es im englischen Sprachraum, um der Freude am eigenen Zuhause Ausdruck zu verleihen.

I n Zeiten moderner Technik ist jetzt aber immer häufiger vom „Smart Home“ die Rede, das noch mehr Annehmlichkeiten verspricht – auch in Deutschland. Gemeint ist damit eine intelligente Gebäudetechnik, die von der Heizung und Lüftung bis hin zu den Rollläden und Haushaltsgeräten die unterschiedlichsten technischen Anwendungen miteinander vernetzt und programmierbar macht. Eine wichtige Basis dafür sind die Elektroanlagen eines Hauses. „Wer heute eine Immobilie kauft, sollte die Elektroinstallationen von Anfang an richtig planen“, rät Dr. Bernhard Bauer, Geschäftsführer der S-ImmobilienService der Stadtsparkasse München GmbH. Das macht sich später mehrfach bezahlt. Denn intelligente Gebäudetechnik kann das Leben erleichtern und auch die Anforderungen an Multimedia – vom Musik- und Filmstreaming bis hin zu Fernsehen und Internet-integrieren.

Smart-Home-Lösungen sind gefragt

Das Zeitalter des intelligenten Zuhauses hat bereits begonnen. Laut einer Studie des Digitalverbandes Bitkom besitzt jeder vierte Bundesbürger mindestens eine Smart-Home-Anwendung. Am meisten verbreitet ist die intelligente Lichtsteuerung, aber auch die Video-Überwachung für eine sichere Wohnung und Sprachassistenten sind gefragt. Ausschlaggebend für die Nutzung solcher Anwendungen, so die Studie, ist der Wunsch nach mehr Sicherheit und Komfort. Ebenso werden das Streben nach mehr Energieeffizienz und weniger laufenden Kosten als Ziel genannt.

Von Beginn an richtig planen

Moderne Technologien wie die Smart-Home-Systeme sind mit neuen Anforderungen an die Elektroinstallation verbunden. „Wir raten dazu, beim Neubau und bei umfassenden Sanierungen unbedingt ausreichend Elektroinstallationsrohre einzuplanen“, empfiehlt Sabrina Heusel von der Initiative ELEKTRO+. Sie betont, dass dies eine spätere Nach- oder Umrüstung der Elektroanlage deutlich erleichtert. Werden veraltete Anlagen nicht rechtzeitig ausgetauscht, kann es brandgefährlich werden. Dann wächst das Risiko von Schwelbränden oder Geräteschäden durch Überspannung und es besteht die Gefahr eines elektrischen Schlages. Elektroinstallationsrohre schützen zudem die Leitungen vor mechanischer Belastung oder Beschädigung.

Multimedia gehört dazu

Heute gilt es fast schon als selbstverständlich, dass moderne Technik für TV, Internet und das Streaming von Musik und Filmen in jedem Zimmer verfügbar ist. Um das zu ermöglichen, führt an einer durchdachten Elektroinstallation ebenfalls kein Weg vorbei. Wichtig ist zum Beispiel, wie viele und welche Steckdosen oder Kommunikationsanschlüsse erforderlich sind. Die einschlägige DIN-Norm 18015-2 etwa empfiehlt für ein über 20 Quadratmeter großes Wohnzimmer mindestens fünf allgemeine Steckdosen und zusätzlich sechs weitere für Radio/TV/Daten. Bei einer komfortablen Ausstattung erhöht sich die Anzahl deutlich. Wichtig auch: Das Laden mobiler Geräte funktioniert besonders einfach mit einer USB-Steckdose. Und Musiksysteme wie Radios oder Lautsprecher lassen sich bei der richtigen Ausstattung im Smart Home wie ein Lichtschalter integrieren – für eine komfortable Bedienung ohne lästige Kabel.

Die Immobilie wertvoller machen

Das Interesse am intelligenten Wohnen beeinflusst auch das Verhalten von Immobilienerwerbern und Mietern. Für fast jeden dritten der in der Bitkom-Studie befragten Bundesbürger werden bei der Entscheidung für die nächste Wohnung oder das nächste Eigenheim Smart-Home-Anwendungen eine Rolle spielen. Und 19 Prozent wären sogar bereit, für Wohnungen mit entsprechender Ausstattung mehr Miete zu bezahlen.

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