Finanzen

Neues bei der TAN-Eingabe: Was sich geändert hat – und warum

11. August 2020

Die Abkürzung PSD2 steht für „Payment Services Directive 2“. Ziel dieser neuen Richtlinie ist es, die Sicherheit beim Zahlungsverkehr innerhalb der EU zu erhöhen, den Verbraucherschutz zu verbessern und zugleich mehr Komfort und Schnelligkeit zu ermöglichen. Dadurch haben sich auch Änderungen beim Online-Banking der Stadtsparkasse München ergeben – und das aus guten Gründen.
Viele Kunden der Stadtsparkasse München möchten vor allem wissen, warum das TAN-Verfahren jetzt anders gehandhabt wird als bisher.

Frage: Warum muss ich bei der Anmeldung zum Online-Banking neuerdings eine TAN eingeben?

Antwort: Diese Maßnahme dient Ihrer eigenen Sicherheit. Die Anforderung einer TAN beim Log-in verhindert noch wirksamer als bisher, dass Unbefugte auf Ihr Konto zugreifen können. Zusätzlich erfolgt die automatische Abmeldung aus dem Online-Banking schon nach fünf Minuten statt wie zuvor nach zwölf Minuten. Auch das bedeutet ein Plus an Sicherheit. Wichtig: Da die TAN-Eingabe auf allen verwendeten Endgeräten erforderlich ist, stellen Sie bitte sicher, dass Sie auch unterwegs jederzeit Zugang zu Ihrem TAN-Verfahren haben.

Frage: Warum funktionieren Umbuchungen und manche Überweisungen jetzt ohne TAN-Eingabe?

Antwort: Diese Änderung erhöht Ihren Komfort beim Zahlungsverkehr. Durch intelligente und wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahmen „hinter den Kulissen“ sind bestimmte Zahlungsaufträge jetzt ohne TAN-Eingabe möglich – zum Beispiel bei Zahlungen zwischen Ihren eigenen Konten bei derselben Sparkasse oder über die Möglichkeit, eine „TAN-freie IBAN-Liste“ zu führen. Wichtig, damit es reibungslos klappt: Wenn Sie für das Online-Banking eine App oder Software verwenden, stellen Sie bitte sicher, dass sich diese stets auf dem aktuellsten Stand befindet.

Auch das ist neu – zu Ihrem Vorteil:

Mehr Transparenz
Im Online-Banking gibt es jetzt eine neue Funktion, mit der Sie Kontozugriffe von Drittdiensten ganz bequem verwalten können. Hier sehen Sie, welche Zahlungsauslöse- oder Kontoinformationsdienste in Ihrem Auftrag auf Ihr Konto zugegriffen haben.

Mehr Verbraucherschutz
Wenn Sie als Kunde Zahlungsdienste-Anbieter beauftragen, sind diese berechtigt, Ihre Kontozugangsdaten, wie zum Beispiel PIN und TAN, abzufragen. Die Anbieter dürfen Ihre Daten jedoch nicht speichern. Außerdem müssen sie dafür sorgen, dass Ihre personalisierten Daten wie Anmeldename, PIN und TAN niemand anderem zugänglich sind.

Was sind Zahlungsdienste-Anbieter?

  • Viele Internethändler nutzen Drittdienstleister zur Zahlungsabwicklung, sogenannte Zahlungsauslösedienste. Um einen Einkauf per Überweisung zu bezahlen, loggen Sie sich hierbei nicht in Ihr Online-Banking ein, sondern bestätigen Ihre Überweisung direkt über den Zahlungsauslösedienst wie zum Beispiel Sofortüberweisung. Sobald Sie einem Zahlungsauslösedienst Zugang zu Ihren Kontodaten erteilt haben, kann dieser Bezahlungen nach Ihrer Zustimmung auslösen.
  • Ein anderes Beispiel sind Online-Portale wie beispielsweise Check24 oder Finanzguru. Hier können Sie zum Beispiel Verträge oder Konten bei verschiedenen Banken verwalten. Dieser Service wird von Kontoinformationsdiensten angeboten.
  • Alle Drittdienstleister müssen von der Bundesanstalt für Finanz¬dienst-leistungsaufsicht (BaFin) zugelassen sein. Mit paydirekt und giropay bietet Ihre Sparkasse einfache und bekannte Alternativen zu den Zahlungsauslösediensten.

Alle weiteren Informationen zum Online-Banking Ihrer Stadtsparkasse München finden Sie hier in übersichtlicher Form zusammengefasst.