Unternehmer

E-Commerce im Ausland

18. März 2020

Im ersten Moment scheint es ganz einfach zu sein: Sie stellen einen Web-Shop ins Internet und können damit Kunden auf der ganzen Welt Ihre Produkte verkaufen. Doch wenn Sie tiefer in das Projekt einsteigen, werden Sie viele Stolpersteine finden. Wir helfen Ihnen dabei.

Ein Online-Shop ist schnell im Internet – und damit kann E-Commerce beginnen. Solange Sie nur in Deutschland verkaufen, müssen Sie sich auch nur an die hiesigen Gesetze und Regeln halten. Aber falls Sie über einen grenzüberschreitenden Verkauf nachdenken, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten:

Unterschiedliche Anforderungen

Dinge, die in Deutschland völlig normal sind, können in anderen Ländern verschieden geregelt sein. Beispielsweise Stecker an Elektrogeräten oder die Spannung in der Steckdose. Sind die Geräte, die Sie verkaufen, dafür geeignet? Auch Kleidergrößen und -schnitte sind unterschiedlich. Lohnt es sich, einen Schnitt auf ein bestimmtes Land anzupassen? Und schließlich unterscheiden sich die Menschen auch im Geschmack – das gilt nicht nur für Lebensmittel. Wissen Sie, ob Ihr Produkt in einem anderen Land Freunde gewinnen wird? Bevor Sie also Ihre Homepage an ein bestimmtes Land anpassen lassen, sollten Sie sich darüber informieren, ob Ihr Produkt unter den dort herrschenden Umständen überhaupt gefragt ist. Natürlich spielt auch die Sprache eine Rolle: Lassen Sie die Texte in Ihrem Online-Shop von einem professionellen Übersetzer bearbeiten.

Zahlungsgewohnheiten

In Deutschland können Kunden oft gegen Rechnung zahlen, eine Lastschrift veranlassen oder die Kreditkarte einsetzen. Andere Länder bevorzugen andere Bezahlmöglichkeiten. Lastschriften kennt beispielsweise nicht jedes Land. Bevor Sie also in einem anderen Land Ihre Ware anbieten, sollten Sie sich darüber informieren, welche Zahlungswege die Kunden dort nutzen.

Währungsrisiko

Wer außerhalb der Eurozone verkauft, hat immer ein Währungsrisiko. Verkaufen Sie beispielsweise in den USA in Dollar und verliert der Dollar gegenüber dem Euro an Wert, dann entspricht das, was Sie bezahlt bekommen, nicht mehr dem Wert Ihrer Forderung.

Zölle und Steuern

Wenn Sie ins Ausland verkaufen, fallen möglicherweise Zölle und Steuern auf Ihre Produkte an, die es in Deutschland nicht gibt. Sie sollten darum im Vorfeld in Erfahrung bringen, was auf Sie zukommt, und Ihre Preise dementsprechend anpassen.